Lars Hartig im WM-Finale auf Rang fünf
Geschrieben von Kim Koltermann   
Montag, 17 September 2018

Ruder-Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv


Bei den Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv hat Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft an der Seite von Timo Piontek aus Koblenz einen guten fünften Platz belegt. Gold ging an die technisch starke Mannschaft aus Frankreich vor der Schweiz, Neuseeland und Großbritannien. Hinter Deutschland belegte Rumänien den sechsten Rang. 
Wie immer konnten Hartig und Piontek ihre Stärke in der Startphase ausspielen, wenngleich auch die Duos aus Frankreich und der Schweiz gut ins Rennen kamen. „In einem WM-Finale geht die Post natürlich noch mehr ab als in anderen Rennen. Das war auch heute der Fall. Auch unser Start hat gesessen“, so Lars Hartig. Im Mittelteil der 2000 Meter langen Strecke allerdings war der deutsche Doppelzweier auf der Außenbahn 1 „taktisch ein wenig isoliert“, so Hartig, „neben uns lagen die Rumänen, die von den Vorleistungen schwächste Mannschaft im Feld. Auf den Bahnen neben Rumänien ist mit Frankreich, England, der Schweiz und Neuseeland der Zug ein wenig ohne uns abgefahren.“ Begünstigt wurden diese Teams zudem von einem kräftigen seitlichen „Schiebewind“, von dem Rumänien und Deutschland nicht viel abbekamen. Während vorne vier Teams um die Medaillen kämpften, setzten sich Lars Hartig und Timo Piontek weiter von den Rumänen ab und sicherten so ein sehr gutes Saisonergebnis ab. „Natürlich hätten wir auch gerne in den Kampf um die Medaillen eingegriffen, aber dafür muss alles zusammenkommen. Und wir sind heute ein wirklich gutes, aber wohl nicht unser bestes Rennen gefahren und das Glück war auch nicht wirklich auf unserer Seite.“
Heimtrainer Lars Koltermann ist mit der Comeback-Saison seines Schützlings zufrieden: „Die Jungs sind in einer hochklassig besetzten olympischen Bootsklasse Fünfter geworden. Das ist objektiv betrachtet ein sehr gutes Ergebnis, mit dem man zur Weltklasse gehört. Mit diesem Ergebnis war selbst im Frühjahr nicht zu rechnen, da Lars ja eine Pause eingelegt und im Winter einige Wochen Trainingsausfall hatte.“ Natürlich müssen nach jeder Saison Schlüsse gezogen werden. „Lars muss sich physisch weiter verbessern, als ehemaliger Leichtgewichtsruderer ist er vor allem auf dem Ergometer noch nicht auf dem Niveau einiger deutlich schwerer Konkurrenten. Er kompensiert vieles mit seiner Rudertechnik, seiner Ausdauer und seiner Wettkampfhärte. Wenn er sich dazu physisch weiterentwickelt, kann er noch bessere Ergebnisse erzielen und vielleicht auch am Ende einer langen Saison noch weitere Steigerungen erreichen.“
Für die Friedrichstädter Rudergesellschaft ist diese neuerliche WM-Finalteilnahme eine besondere Bestätigung der intensiven und strukturierten Nachwuchsarbeit der letzten Jahre und Jahrzehnte. „Wir bauen unsere Leute langfristig auf, dafür ist Lars das beste Beispiel. Wir freuen uns immer wieder über Jungen und Mädchen, die zu uns kommen und sich auf diese besondere Sportart einlassen“, so Lars Koltermann.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 17 September 2018 )
 
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