Rang zwei: Lars Hartig und Timo Piontek bestätigen Top-Form
Geschrieben von Kim Koltermann   
Montag, 02 Juli 2018

Zweiter World-Cup der Saison im österreichischen Ottensheim


Beim zweiten Ruder-Welt-Cup der laufenden Saison im österreichischen Linz-Ottensheim konnten Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft und sein Koblenzer Partner Timo Piontek im Männer-Doppelzweier ihre Top-Form bestätigen. In einem hochklassigen Finale belegten sie Rang zwei und setzten sich dabei erneut gegen Duos durch, die in den letzten Jahren in dieser Klasse auf internationaler Ebene das Niveau bestimmten.

Nach einem souveränen Sieg im Vorlauf und einem zweiten Platz im Halbfinale ging es im Finale gegen Frankreich, Italien, Großbritannien, Neuseeland und die Schweiz. Ein erlesenes Feld, denn die Teams aus Neuseeland und Italien hatten bei den Weltmeisterschaften des Vorjahres Gold und Bronze gewonnen und auch die Teams aus Großbritannien, Frankreich und der Schweiz im Laufe dieser Saison schon einige starke Rennen gezeigt. Wie immer startete das deutsche Duo furios und legte sich an die Spitze des Feldes. Erste Verfolger waren Großbritannien und der Schweiz, aber auch Neuseeland und Frankreich lagen noch aussichtsreich im Rennen, während Italien früh zurückfiel. Bis zur 1500-Meter-Marke lagen Hartig und Piontek in Front, mussten sich dann aber dem großen Druck der Briten fügen und hatten nun die Aufgabe, die Angriffe der Mannschaften aus der Schweiz und Neuseeland abzuwehren. Unter größten Anstrengungen – Lars Hartig musste nach dem Rennen wieder einmal aus dem Boot begleitet werden – gelang dies, so dass sich die Renngemeinschaft Friedrichstadt/Koblenz über die Silbermedaille bei diesem World-Cup freuen konnte. 
„Das Rennen war knüppelhart, aber wir konnten uns zum Glück richtig auspowern und Rang zwei halten, womit wir natürlich total glücklich sind“, so Hartig, der mit Timo Piontek einen idealen Zweierpartner gefunden zu haben scheint. „Wir rudern wirklich gut zusammen und haben uns schnell gefunden. Timo kommt mit meinem Schlag super klar, wir harmonieren gut.“ Gerade in der Startphase sind Hartig und Piontek derzeit wohl der schnellste Doppelzweier weltweit. „Der erste Teil der Strecke liegt uns, wir kommen immer richtig gut weg und sind dann vorne dabei“, so Lars Hartig, „danach müssen wir halt dranbleiben und bis zum Ende kämpfen, denn dann kommt die physische Überlegenheit anderer Teams stärker ins Spiel. Physisch müssen und werden wir auch noch zulegen.“
Der nächste große Prüfstein wird die Regatta auf dem Rotsee in Luzern sein. Auf der für viele schönsten Regattastrecke der Welt werden sich erneut alle Teams zeigen, die sich Hoffnungen machen, bei den Weltmeisterschaften Mitte September im bulgarischen Plovdiv eine gute Rolle zu spielen. Heimtrainer Lars Koltermann ist natürlich sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf: „Dass Lars so schnell wieder in einer so wichtigen und hart umkämpften Bootsklasse wie dem Doppelzweier in der absoluten Weltspitze mitmischen könnte, war zu Beginn der Saison nicht klar. Daran, dass es klappt, sieht man, dass er wirklich herausragende Qualitäten hat und die Pause nach 2016 die richtige Entscheidung war.“
Letzte Aktualisierung ( Montag, 02 Juli 2018 )
 
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