Lars Hartig schnell wie immer
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Geschrieben von Kim Koltermann   
Donnerstag, 26 April 2018
Vierter Platz in Leipzig – Vierter bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Essen

Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft ist wieder ins Boot gestiegen – und ist schnell wie immer! Bei der 6000-Meter-Langstrecke auf dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig belegte er ebenso wie bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Essen, bei der sich alle deutschen Spitzenruderer im Einer zeigen mussten, den vierten Rang. 

 

Angesichts der Pause, die er nach der Nichtberücksichtigung für die Olympischen Spiele in Rio eingelegt hatte, und eines holprigen Wintertrainings 2017/18 ein hervorragendes Ergebnis, mit dem Hartig zeigte, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. 
Bei sommerlichen Temperaturen in Essen gewann Hartig sowohl seinen Vorlauf als auch das Viertelfinale. Im Halbfinale musste er sich nur dem seit Jahren starken Rostocker Stephan Krüger geschlagen geben und zog somit souverän ins Finale ein, in dem er schließlich den starken vierten Rang hinter dem Hamburg Tim Ole Naske, dem Rostocker Stephan Krüger und Oliver Zeidler aus Ingolstadt belegte. „Damit war nicht unbedingt zu rechnen“, so Trainer Lars Koltermann, „denn Lars konnte im Winter nicht wie gewünscht trainieren und wir waren uns nicht sicher, wie viel Substanz er für die vielen Rennen in wenigen Tagen haben würde.“
Der zweifache Weltmeister, Europameister, Olympiafinalist und mehrfache Deutsche Meister will es also noch einmal wissen, was er bei seinem vielbeachteten Comeback eindrucksvoll bestätigte. „Ich habe wieder richtig Lust“, so Hartig, „ich möchte nach 2012 gerne nochmal zu den Olympischen Spielen.“ Im Herbst hat Hartig das Training wieder aufgenommen, vor allem, um sich im physischen Bereich – also auf dem Ruderergometer – zu verbessern, das im Deutschen Ruderverband für die WM-Nominierung eine hohe Priorität hat. Lars Koltermann: „Die Einerleistung von Lars ist seit Jahren stark, wir müssen daran arbeiten, dass er auf dem Ergometer die Marke von 6,00 Minuten auf virtuellen 2000 Metern knackt.“
„Mal sehen, was in der Saison so geht. Nach meiner Pause würde ich mich über einen Platz in der Nationalmannschaft freuen, um mich vielleicht für die WM in Bulgarien qualifizieren zu können“, so Hartig, der von 2016 bis 2017 ein Pausenjahr eingelegt hatte, um sich gedanklich zu sortieren, als Sportsoldat Lehrgänge zu absolvieren und um ein Studium im Bereich Städteplanung zu beginnen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26 April 2018 )
 
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