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Gold für Raphael Gertz – Christian Wulff zweimal auf Rang vier

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg

Nächster Deutscher Meister für die Friedrichstädter Rudergesellschaft: Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg-Allermöhe gewann Raphael Gertz die Goldmedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer der B-Junioren – die 26. Deutsche Meisterschaft für die FRG. Christian Wulff belegte in seinem ersten Jahr als A-Junior zweimal Rang vier.

Der Leichtgewichts-Doppelvierer ist eine der am härtesten umkämpften Bootsklassen bei den 15- und 16-jährigen B-Junioren. In Hamburg waren die 18 besten deutschen Mannschaften am Start, darunter auch die Landesauswahl des Ruderverbandes Schleswig-Holstein mit Raphael Gertz aus Friedrichstadt, Simon Kempf vom Ersten Kieler Ruder-Club sowie Ole Bachus, Henry Trummer und Steuermann Jannik Czayka von der Rudervereinigung Kappeln. Nachdem diese Mannschaft sich im Laufe der Saison immer weiter gesteigert hatte, ging sie in Hamburg als einer der Topfavoriten an den Start. Als größte Konkurrenten galten die Teams aus Berlin und vom Bodensee. Die Mannschaft um Raphael Gertz gewann zunächst ihren Vorlauf und ersparte sich damit den Hoffnungslauf. Im Halbfinale ging es direkt gegen die Berliner, die mit 25/100 Sekunden besiegt wurden. „Unser Halbfinale war schneller als das andere, so dass wir und Berlin als Favoriten in das Finale gegangen sind“, berichtet Raphael Gertz, der über ein Projekt der offenen Ganztagsschule der Eider-Treene-Schule zum Rudern gekommen ist, die seit Jahren intensiv mit der Friedrichstädter Rudergesellschaft zusammenarbeitet. Das Finale wurde zum erwarteten Thriller. Nach 500 Metern Führung für das Team vom Bodensee, nach 1000 für die Berliner. Die letzten 500 Meter mussten die Entscheidung bringen. „Wir haben uns ganz bewusst auf das letzte Drittel eingestellt und dort zunächst den Druck und dann die Schlagzahl erhöht. Das war richtig hart“, so Raphael Gertz. Die Taktik ging auf, wenn auch denkbar spät: Quasi auf der Ziellinie wurden die Berliner nach großem Kampf überholt, das Zielfoto musste entscheiden: Gold für Schleswig-Holstein mit einem Vorsprung von 14/100 Sekunden. „Das Finale war noch knapper als das Halbfinale“, so Heimtrainer Lars Koltermann, aber die Jungs haben das richtig gut gelöst. Die Truppe aus Berlin war sehr stark, die musste man erst einmal schlagen.“ Großer Jubel bei Mannschaft, Trainer und Eltern bei der feierlichen Siegerehrung.

Christian Wulff wurde zweimal Vierter. Im Zweier ohne Steuermann verpasste er mit seinem Lübecker Partner Johannes Heimann die Bronzemedaille nur um eine Sekunde, während im Achter in einer norddeutschen Renngemeinschaft etwa eine halbe Bootslänge zu Edelmetall fehlte. Damit endete die Saison für Christian Wulff zwar mit guten Ergebnissen, aber dennoch nicht wie erhofft, wofür es einen einfachen Grund gibt: Johannes Heimann fiel in der entscheidenden Vorbereitungsphase von Anfang April bis Mitte Mai krankheitsbedingt aus. „Wenn man in dieser Phase kaum zusammen trainieren und nicht ansatzweise ans Rennrudern denken kann, ist der Rückstand kaum aufzuholen“, so Wulff. Lars Koltermann ergänzt: „Für diesen erheblichen Trainingsrückstand sind die Ergebnisse durchaus gut. Insgesamt ist die Saison dennoch nicht zufriedenstellend verlaufen, denn gesund hätten die beiden mit ihren guten physischen Werten durchaus Chancen auf eine Teilnahme an der Junioren-WM gehabt. Schade!“

 
Lars Hartig: Olympia-Chancen gesunken – eine Mini-Chance bleibt
Die WM-Vierten Marcel Hacker und Stephan Krüger waren schneller

Es hat nicht gereicht für Lars Hartig und seinen Hamburger Partner Tim-Ole Naske. Beim Ruder-World-Cup auf dem Rotsee in Luzern waren die deutschen Widersacher und WM-Vierten Marcel Hacker und Stephan Krüger im Doppelzweier schneller. Während die Renngemeinschaft Magdeburg/Rostock das Finale und dort den vierten Rang erreichte, kamen Hartig und Naske ins B-Finale und belegten insgesamt Rang acht. Obwohl sich die Norddeutschen im Wettkampf stetig steigerten und im B-Finale eine ansprechende Leistung zeigten, bei der sie bereits für Olympia qualifizierte Teams und auch letztjährige WM-Finalisten hinter sich ließen, sind die Olympia-Chancen für Hartig und Naske in Luzern gesunken.

„Marcel und Stephan waren von Beginn an stark“, so Lars Hartig, „während wir gleich im Vorlauf nicht gut vom Start weggekommen sind. Danach mussten wir in den Hoffnungslauf und haben auch dort nicht das gezeigt, was wir können.“ Hartig weiter: „Ich denke, dass uns die Wettkampfpraxis gefehlt hat. Im Training hatte es vorher sehr gut geklappt, aber in den Rennen haben wir gemerkt, dass uns im Gegensatz zu anderen Teams in der Weltspitze langfristiges gemeinsames Training und gemeinsame Wettkämpfe fehlen.“ Auch Hartigs Heimtrainer Lars Koltermann sieht dies so: „Wir wären mit den beiden gerne vor den Entscheidungsrennen von Luzern bei einer anderen Regatta an den Start gegangen, um Wettkampfpraxis zu bekommen. Leider war der Deutsche Ruderverband davon nicht allzu begeistert. Aber wir müssen auf jeden Fall anerkennen, dass Marcel Hacker und Stephan Krüger sehr stark waren. Wir alle wünsche, Ihnen nun viel Erfolg in Rio!“

Insgesamt muss dem Deutschen Ruderverband in Luzern ein mangelhaftes Zeugnis ausgestellt werden. Kaum eine Mannschaft erreichte Normalform, das ehrgeizige Ziel von vier Medaillen bei den Spielen von Rio scheint in weite Ferne gerückt. Auch der Männer-Doppelvierer als Weltmeister und Olympiasieger belegte nur einen enttäuschenden fünften Rang, obwohl noch einige starke Gegner fehlten. Bundestrainer Marcus Schwarzrock wird hier reagieren müssen, wenn der Doppelvierer noch eine Medaille gewinnen soll. Bisher gab es im Verband die Meinung, dass physisch starke Ruderer eher in den Vierer gehören als gute Einerfahrer wie Hartig und Naske. Diese Einschätzung erweist sich mehr und mehr als falsch. Ob es aber noch Veränderungen geben wird, von denen Hartig und Naske profitieren können, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

 
Regatta im niedersächsischen Otterndorf

Friedrichstädter Rudernachwuchs mit guten Leistungen

Bei der Regatta im niedersächsischen Otterndorf konnte der Nachwuchs der Friedrichstädter Rudergesellschaft gute Ergebnisse erzielen. Auf dem Hadelner Kanal zeigten die Jüngsten der FRG über 3000, 1000, 500 und 300 Meter, dass die Ausbildung in den letzten Jahren gefruchtet hat.

Im ältesten Kinderjahrgang 2002 belegten Paul Pauli und Damian Stratmann, die beide erst im August letzten Jahres mit dem Rudern begonnen hatten, mit einem Sieg und einigen zweiten Rängen im Einer und im Doppelzweier, dass sie sich schon hervorragend an das Rennrudern gewöhnt haben und in Zukunft sicherlich eine noch bessere Rolle spielen können. Das Ziel für Pauli und Stratmann ist die Qualifikation für den Bundeswettbewerb, der in diesem Jahr in Salzgitter stattfindet. Auch die jüngsten Mitglieder FRG-Trainingsgruppe waren gut in Form. Zwei Siege gingen auf das Konto von Leo Höhne, der bei den Zwölfjährigen sowohl im Einer als auch an der Seite seines Vereinskameraden Maximilian Ingwersen im Doppelzweier erfolgreich war. Im Vierer belegten die beiden gemeinsam mit Jannes Gdaniec, Thore Mommens und Steuermann Tjard Jannsen, die wiederum in ihren Rennen im Einer und im Doppelzweier zweite und dritte Ränge errudern konnten, zudem einen dritten Rang. Weitere zweite und dritte Plätze erruderten Lea Kratochvil, Tim Lohse, Tade Fischer, Rickert Clausen und Tjade Todt. Bei den Junioren konnte Robin Benecke am Siegersteg anlegen. Im Einer der 15- und 16-jährigen setzte er sich auf der 1000 Meter langen Strecke gegen seine Mitbewerber durch und überquerte als erster die Ziellinie. Dritte Plätze erruderte Arne Schulze bei den leichtgewichtigen B-Junioren. Die Jugendtrainer der Rudergesellschaft waren sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Marius Gdaniec: „Für die ganz Jungen sind Regatten wir die in Otterndorf genau richtig. Es werden verschiedene Streckenlängen angeboten und man ist geduldig mit den Kindern. Die Ergebnisse unseres Nachwuchses sind völlig ok. Wir haben in den letzten Jahren viel Werbung gemacht und viele neue Leute angeworben und ausgebildet. Das zahlt sich langsam aus.“
Die Friedrichstädter Rudergesellschaft freut sich immer über Neueinsteiger. Immer montags, mittwochs und freitags um 15:30 findet Anfängerausbildung statt.

 
Saisonstart für den Friedrichstädter Rudernachwuchs
Gute Ergebnisse auf der Wakenitz in Lübeck

Guter Saisonstart für den Nachwuchs der Friedrichstädter Rudergesellschaft. Bei der Regatta auf der Wakenitz in Lübeck konnten die Kinder und die Junioren aus der Treenestadt überzeugen.
Gleich viermal war Raphael Knischweski erfolgreich. Mit der Landesauswahl des Leichtgewichts-Doppelvierers der B-Junioren (15/16 Jahre) gewann er gleich zwei Rennen gegen die starke Mannschaft aus Hamburg und konnte auch im Einer zweimal am Siegersteg anlegen. Damit hat Knischweski nach einer Regatta bereits vier Siege auf dem Konto. 
Robin Benecke und Arne Schule, die erst im Spätsommer des letzten Jahres mit dem Rudern begonnen hatten, zeigten bei ihrenm ersten Rennen über längere Distanzen gute Leistungen und belegten über 500 und 1000 Meter dritten und vierte Plätze.
Die Kinderruderer waren ebenfalls erfolgreich. So konnte der erst zwölfjährige Maximilian Ingwerse im Jungen-Einer der Zwölfjährigen am Siegersteg anlegen. Gemeinsam mit Leo Höhne belegt der zudem zweite und dritte Plätze im Doppelzweier. Weitere gute Ergebnisse erzielt Damian Stratmann und Paul Pauli, die ebenfalls erst seit einem guten halben Jahr rudern. Im Doppelzweier belegten sie zweite und dritte Plätze und zeigten, dass sie innerhalb kurzer Zeit große Schritte gemacht haben und schon bald in ihren Rennen noch weiter vorne landen können.
„Mit diesem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein“, berichtet Lars Koltermann, der sportliche Leiter der Friedrichstädter Rudergesellschaft, „unser Nachwuchs hat gezeigt, dass mit ihm durch aus zu rechnen ist und dass wir in den letzten Jahren parallel zu den Erfolgen im Spitzenbereich auch eine gute Aufbauarbeit geleistet haben. Wir werden weiterhin versuchen, viele junge Menschen aus Friedrichstadt und den umliegenden Gemeinden zum Rudern zu holen und sie auszubilden.“

 
Bronze im Einer: Lars Hartig wieder groß im Olympia-Geschäft
Deutsche Kleinbootmeisterschaften: Befreiungsschlag nach großem Trainingsrückstand

Es war der erhoffte Befreiungsschlag: Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft erkämpfte sich trotz großen krankheitsbedingten Trainingsrückstandes bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln die Bronzemedaille im Männer-Einer. Eine herausragende Leistung, mit der er seine Chancen, nach 2012 wieder an den Olympischen Spielen teilzunehmen – dieses Mal allerdings nicht mehr als Leicht- sondern als Schwergewichtsruderer – erheblich vergrößerte.
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Platz vier für Lars Hartig – das richtige Rennen zur richtigen Zeit
Friedrichstädter Olympiahoffnung trotz Trainingsrückstandes furios in Leipzig
Christian Wulff „zu brav“

Furioses Rennen von Lars Hartig: Der Friedrichstädter Ruderer zeigte bei der Langstrecke auf dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig mit einem starken vierten Platz, dass mit ihm trotz vieler Infekte, die er im Winter „mitgenommen“ hatte, im Olympiajahr zu rechnen ist. 
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